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Grüne Kosmetik - Söba G’mocht / Naturkosmetik_magazin /

Grüne Kosmetik - Söba G’mocht

Ich möchte zeigen, wie einfach es sein kann, Kosmetik und Naturheilmittel wieder selbst herzustellen. Ein kleiner Beitrag, um ein uraltes unwiederbringliches Wissenserbe zu erhalten und weiterzugeben.

Wie alles begann…

So ganz sicher war ich mir nicht, was mich da erwarten würde – an meinem ersten Tag der Ausbildung „Grüne Kosmetik Pädagogik“.
Grüne Kosmetik stand für mich gleichbedeutend mit Naturkosmetik und ich dachte, dass ich mich da vielleicht, bedingt durch meine Arbeit und meine Ausbildungen, gar nicht so schlecht auskenne. Ich wollte mein bestehendes Wissen einfach nur abrunden und etwas erweitern.
Aber je mehr ich über Grüne Kosmetik erfahren durfte, um so mehr wurde mir klar, dass der Unterschied zur Naturkosmetik enorm groß ist. Die Einfachheit und leichte Umsetzbarkeit faszinierten mich immer mehr.
Und obwohl für mich die Pädagogik zu Beginn nicht wirklich mein Ziel war, begann allmählich ganz still und leise ein Gedanke zu reifen – vielleicht sollte man ja doch..., es ginge so einfach…, eigentlich sollte man es weitergeben… und ehe ich mich versah, entstand „Söba G’mocht“ – eine Serie von Kursen, beginnend bei Grüner Kosmetik, über Seife rühren bis hin zur Herstellung von Oxymel.

Grüne Kosmetik – was macht sie so besonders?

  • Wir arbeiten mit Zutaten, welche du wahrscheinlich schon in deiner Küche findest.
  • Wir versuchen, möglichst das zu verwenden, was in unseren Regionen wächst.
  • Du könntest deine Kosmetik meistens auch essen.
  • Sie ist besonders sanft zu jeder Haut und somit für jede Altersstufe geeignet.
  • Sie ist multifunktional.
  • Sie schont die Umwelt und hilft Müll zu vermeiden.
  • Sie ist super einfach herzustellen.

Die Philosophie der Grünen Kosmetik

In der Grünen Kosmetik, geht es nicht um Schönheit, sondern um Gesundheit.
Ganz einfach deshalb, weil gesunde Haut sowieso schön ist!

Für sehr viele von uns, ist es absolut selbstverständlich, dass wir uns gesund ernähren und darauf achten, was wir unserem Körper zuführen.
Leider denkt kaum jemand daran, dass auch unsere Haut „isst“. Alles was wir auf unsere Haut auftragen, womit wir uns waschen und pflegen, dringt auch in unseren Körper ein.
Liest man sich Inhaltstofflisten diverser Kosmetik durch, stellt sich einem die Frage: „Will ich, dass das alles auch in mein Innerstes vordringt?“ (sofern man auch nur im Entferntesten entschlüsseln kann, was man da eigentlich liest)
Durschnittlich benutzt eine Frau am Morgen ca. 10 – 15 Kosmetikprodukte – da kommt einiges an Inhaltstoffen zusammen.

„Lass deine Nahrung Medizin und Medizin deine Nahrung sein“, das wusste schon Hippocrates von Kos (460-370 v. Chr.).

Bis vor ca. 100 Jahren war selbstverständlich, dass Milch, Honig, Butter, Mehl, Asche und Salz, sowie Essig, Öl und Schmalz auch in der Körperpflege eine entscheidende Rolle spielten.
Die Hautpflege bestand überwiegend aus heilsamen Nahrungsmitteln und Kräutern.
Leider sind wir im letzten Jahrhundert dabei, dieses Wissen um natürliches Pflegen und Heilen immer mehr zu vergessen.
Ein altüberliefertes Weltkulturerbe geht nach und nach verloren und ist von einer industrialisierten Kosmetik abgelöst worden, die zum größten Teil aus synthetischen Inhaltstoffen besteht. Gleichzeitig nehmen Allergien, Hauterkrankungen und -irritationen zu.
Aus diesem Grund engagiert sich die Grüne Kosmetik dafür, dieses kulturelle Wissenserbe der früheren Generationen wieder zu aktivieren und weiterzugeben, um sie wieder in unseren modernen Alltag zu integrieren.

Der Begriff GRÜNE KOSMETIK wurde von der Naturpädagogin Gabriela Nedoma ins Leben gerufen. Sie steht mit ihrem Namen hinter diesem geschützten Begriff.
Den Großteil ihres Lebens widmet Gabriela der Naturheilkunde und forscht seit Jahrzehnten, um altes Wissen wieder zu entdecken und weiterzugeben. Darunter auch Klostermedizin, Knospentherapie und vieles mehr…
2006 begann sie gezielt nach Hautpflegealternativen zu suchen und ist seither unermüdlich am forschen und erproben
2011 wird die Grüne Kosmetik geboren
2016 entstand der Lehrgang „Grüne Kosmetik Pädagogik“

Warum sollen wir uns unsere Kosmtik wieder selbst herstellen? Es gibt doch Naturkosmetik!

Für mich ist mittlerweile einer der schönsten und wichtigsten Aspekte, dass es einfach ein sehr schönes Gefühl ist, unabhängig zu sein. Mit nur wenigen einfachen Zutaten, kann man unzählige Pflegeprodukte zusammenrühren.
Solange ich den Zugang zu einem guten Öl oder Fett habe und einen Imker kenne, der gutes Bienenwachs hat, bin ich in der Lage, mir sämtliche Salben, Cremen u. Lotionen selbst herzustellen. Mit ein paar Kniffen, werden daraus auch noch Zahn-, Deo- u. Sonnencreme.
Mit etwas Salz und Kräutern, kann man nicht nur sein Kräutersalz herstellen, sondern auch gleich ein gutes Zahnsalz.
Sofern immer etwas Natron zu Hause ist, ist es jederzeit möglich, Deos in verschiedensten Formen und Varianten herzustellen.
Auch für die Dusche und Badewanne, gibt es verschiedenste Rezepte, um den Körper zu reinigen und die Haut zu verwöhnen.

Im Gegensatz zu Naturkosmetik verzichtet Grüne Kosmetik absolut auf Konservierungsstoffe. Es bedarf auch keinerlei Zusatzstoffe, Emulgatoren oder sonstiger diverser Mittelchen, welche in der herkömmlichen Naturkosmetik oft eine Rolle spielen; von konventioneller Kosmetik ganz abgesehen.
Durch Sauberkeit bei der Herstellung und in der Handhabung ist es möglich, auch Grüne Kosmetik für einige Monate haltbar zu machen.

Das Ziel der Grünen Kosmetik ist es…

…möglichst mit regionalen, leistbaren und leicht erhältlichen Zutaten zu arbeiten -
jeder kennt Äpfel, Rosen und Lavendel. Man muss kein Kräuterpädagoge sein, um seine Pflege selbst herzustellen.
Die Rezepte sind so wandelbar, dass man mit etwas Übung bald in der Lage ist zu experimentieren und zu variieren.
Genau das möchte ich in meinen Kursen weitergeben.

Wie wirkt Grüne Kosmetik, wenn wir quasi nichts hineingeben?

Das wunderbare an der Grünen Kosmetik ist, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes eine Wirkstoffkosmetik ist.
Wir holen uns die Wirkstoffe direkt aus den Pflanzen. Jede Blume, jede Frucht, jedes Gemüse ist eine Schatzkiste an Wirkstoffen – und nicht nur das, diese Schatzkiste ist so aufgebaut, dass sich die einzelnen Stoffe gegenseitig ergänzen und unterstützen.

So stecken zum Beispiel in einem einzigen Apfel u. a. jede Menge

  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Pektine
  • Schleimstoffe
  • Zuckerverbinungen
  • Fruchtwasser
  • Äth. Öle
  • Wachse
  • Fruchtsäuren
  • Salze

Diese Liste könnte man mit jeder einzelnen Pflanze weiterführen.
Wir müssen nur lernen, diese Schätze für uns zu nutzen. Die Natur verlangt nichts dafür.

Grüne Kosmetik und Umwelt

Ein weiterer Vorteil der Grüne Kosmetik ist, dass wir damit auch unsere Umwelt und unser Ökosystem schützen.

  • Durch regionale Zutaten sparen wir Transportwege.
  • Weil wir unsere Kosmetik in Tiegelchen und Fläschchen füllen können, welche vielleicht sowieso schon im Schrank stehen und diese auch wieder befüllen können, sparen wir Verpackung und Müll.
  • Durch den Verzicht von Konservierungsstoffen, Weichmacher, Mineralöl, Emulgatoren u.v.m., schonen wir nicht nur unsere Umwelt, sondern helfen den Tieren ihre Gesundheit und ihren natürlichen Lebensraum zu erhalten, weil Grüne Kosmetik unser Wasser nicht belastet.


Ein letzter - und mitunter der schwierigste Teil - der Grünen Kosmetik ist die Reduktion. Wir brauchen nicht für jeden Zentimeter Haut unterschiedliche Pflege. Daraus ergibt sich, dass wir plötzlich extrem viel Platz in unserem Badezimmerschränken haben.  

Man könnte noch lange über die Vorteile Grüner Kosmetik diskutieren, aber dafür reicht einfach der Platz nicht aus. Wenn du neugierig geworden bist und noch mehr erfahren möchtest, würde ich mich freuen, dich in einem meiner Kurse begrüßen zu dürfen.

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