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GERTI´S Gartentipps

„Der kürzeste Weg zur Gesundheit ist der Weg in den Garten.“

Leckeres Gemüse auch im Winter

Hi, ich bin Gerti und Oma in einer Großfamilie. Bei den regelmäßigen Einladungen zum „Open House“ freue ich mich, Kinder und Enkelkinder mit ihren Partnern bekochen zu können. Es gibt bodenständiges Essen wie Gemüsecremesuppen, Grießstrudel mit Paradeissoße, Grillgemüse, bunte Salate – und natürlich alles aus dem eigenen Garten.
 
Viel Zeit meiner glücklichen Kindheit verbrachte ich in unserem riesigen „Kellergarten“.  Wie damals üblich legte meine Oma akkurat rechteckige Beete für Gemüse, Blumen und Kräuter an, für jede Sorte ein eigenes Beet.  So gab es Beete für Paradeiser, andere für Kohl und Kraut. Es gab Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch, eigene Beete für Salate und weitere für Karotten, Bohnen, Erbsen und Blumenbeete für Dahlien, Gladiolen, Frühlingsblumen, Rosen und vieles mehr.
 
Heute habe ich das Glück, einen eigenen großen Garten betreuen zu können – dies ist Hobby und Entspannung zugleich. Es ist ein schönes Gefühl, das ganze Jahr über  Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten zu ernten und damit die Speisen aufzuwerten – beginnend im zeitigen Frühjahr den eigenen Feldsalat zu ernten, aber auch rechtzeitig zu säen und zu setzen.
 
Seit längerem stelle ich mir die Frage, warum ernte ich nur im Frühjahr und im Sommer frisches Gemüse? Warum räume ich die Beete im Herbst ab, um sie kahl über den Winter liegen zu lassen? Ich probierte, lernte in Gesprächen und machte selbst meine Erfahrungen mit der Wintergemüseernte. Heute beginne ich rechtzeitig – sobald die Beete frei werden – schon im September mit Aussaat und Setzen von winterfestem Gemüse und Salaten.
 
Gemüse in meinem Wintergarten:
Kohl, Weiß- und Rotkraut, Porree, Sprossenkohl, Wintersalat,
Feldsalat, Spinat, Mangold, Zwiebel, Karotten, Petersilienwurzeln, Sellerie, Knoblauch, Kresse und viele Kräuter

Meine Tipps für Blattgemüse:
  • Setze bereits im September den Wintersalat – diesen nicht abdecken, sondern der Wintertemperatur aussetzen und du kannst den Salat ab Februar ernten.
  • Oder wie wär´s mit Feldsalat? Im August gesät und im Winter geerntet
  • Spinat: im September gesät – im Winter geerntet (wie bei Pflücksalat nur die äußeren Blätter ernten, damit sich wieder neue Blätter entwickeln können).
  • Mangold kannst du bis Dezember ernten – überwintert im Beet und du kannst ihn im nächsten Jahr ernten.

Herbst ist Einkoch-Zeit
Die Haltbarmachung in meiner Kinder- und Jugendzeit war anders – meine Oma steckte Karotten, Petersilienwurzeln und Sellerie in einem Erdkeller in vorbereiteten Sand.

Viele haben keinen Erdkeller und greifen zu anderen Arten:
  • Einkochen - einwecken - einrexen (Marmeladen, Mus, Kompott, Sirup)
  • Trocknen von Kräutern, Dörren von Obstscheiben
  • Einfrieren von Frischgemüse und Frischobst
  • Verarbeitung zu Pestos und Soßen
  • Einlegen und Einschneiden von Kraut
  • oder Ernten von frischem Wintergemüse
Kr_uter_bearbeitet / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

…und hier noch ein paar Ideen zum Ausprobieren:

Gerti´s g´sunder Tipp:
Hagebutten sind reich an Vitamin C, Vitamin A und vielen Mineralsalzen – wir können im Herbst und Winter (nach dem Frost) sammeln und einfrieren. Im Jänner ist nun Zeit, die Hagebutten zu verarbeiten als Tee, zu Aufguss, Likör, Sirup, Soßen oder heißer Bowle und einkochen.
 
Marmelade_bearbeitet / Zum Vergrößern auf das Bild klickenUnsere „G´sunde Hagebutten Marmelade“:

Hagebuttenschalen gemeinsam mit Gelierzucker langsam erwärmen. Orangensaft, Orangenschale, Zimtstange und Gewürznelken dazu geben (ev. Vanilleschote und Sanddornsirup) und 4 Minuten kochen. Passieren und in Gläser abfüllen.


…und hier noch das Rezept meiner Retzer Kürbissuppe:
(Gemüse am besten aus dem eigenen Garten)
  • 1 große Zwiebel, Öl            
  • Gehackte Zwiebel anrösten, würfelig geschnittene
  • 1 Hokaida Kürbis                 
  • 2 Karotten                         
  • Weißwein                            
  • Kümmel, Salz, Pfeffer, Ingwer
  • Wenig Knoblauch, Chili
  • Creme fraiche oder Obers
  • Kürbiskernöl, geröstete Kürbiskerne

So gehts:
Gehackte Zwiebel anrösten, würfelig geschnittenen Kürbis und Karotten ebenfalls mitrösten, mit Weißwein ablöschen und Wasser aufgießen, würzen und mixen, danach mit Obers oder Creme fraiche binden. Guten Appetit!


Ich wünsche dir gutes Gelingen und  bis zum nächsten Mal!
Eure Gerti


Gerti_im_Garten / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
 
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